Große Erpeler Karnevalsgesellschaft 1905 e.V.

Chronik

Teil V: Die Bildung der GEK


Sitzungspräsident Heinz Schmitz ehrt Josef Klöcker


Auf dem Elferratswagen des Jahres 1939 sah man u.a. noch als Vertreter der älteren Generation Hermann Witten sen., Metzgermeister Christian Schopp, Josef Klöckner, Jupp Neumann, Severin Stieldorf, Peter Schmitz, Ludwig Lehr, Jupp Mies im Verein mit Vertretern der jüngeren Generation u.a. Karl Noll, Josef Simon, Johann Müller, Heinrich Schopp.

Anfang der dreißiger Jahre stießen immer mehr Erpeler Bürger zu den Erpeler Spaßmachern. Aus den Mitgliedern des ehemaligen Theatervereins, den Mitgliedern der Fidelen Erpeler und den neuen, jungen und älteren Karnevalsfreunden bildete sich schließlich die Große Erpeler Karnevalsgesellschaft, kurz GEK genannt (Fusion von Theaterverein und Gesellschaft "Fidel"). Die ersten großen Gala-Sitzungen und eine prächtige Straßenfastnacht mit einmaligen Karnevalszügen unter der Beteiligung vieler Erpeler waren das erfolgreiche Ergebnis dieses Zusammenschlusses.

Bereits im Jahre 1934 residierte in Erpel der erste Karnevalsprinz, Heinrich I. (Hirzmann). Fünf weitere folgten ihm in den Jahren bis zum Zweiten Weltkrieg. In den Jahren 1940-1947 wurde kein Karneval gefeiert und so gab es auch keinen Prinzen. In der Zeit von 1948 bis 2002 gab es insgesamt 50 Karnevalsprinzen, Prinzenpaare und Prinzessinnen. Zwei der Prinzen aus der Vorkriegszeit residierten nach dem Krieg noch einmal, und zwar waren dies Wilhelm I. (Hirzmann) 1937 und 1949 sowie Hermann I. (Witten) 1935 und 1954. Zwei Mal fielen die Karnevalszüge aus, 1961 wegen Unwetter und 1991 durch den Golfkrieg. Die Regenten dieser Jahre verlängerten ihre Amtszeit um jeweils ein Jahr.

1971, 1993 und 2000 wurde Erpel in der Fünften Jahreszeit von einem Prinzenpaar regiert und in den Jahren 1991/92 sowie 1999 waren die Karnevals"prinzen" weiblichen Geschlechts.


Peter Brandenburg als Funkenmariechen 1937




Bei den großartigen Karnevalszügen vor dem Kriege sah man auch - nach Kölner Art - ein männliches Funkenmariechen, das von dem unverwüstlichen Peter Brandenburg dargestellt wurde.

Aktiviert wurde der Erpeler Karneval in den zwanziger
Jahren durch eine kleine Gruppe unverwüstlicher Humoristen,
die schon früh die Grundlagen für die späteren berühmten Erpeler Karnevalssitzungen legten. Es waren die unvergesslichen Spaßmacher Peter Brandenburg, Fritz Klöckner und Adolf Noll. Sie traten zunächst in kleinen Gruppen auf, belebten den Straßenkarneval und hielten die ersten kleineren Sitzungen ab. Weitere Freudenspender stießen hinzu. Unvergessen in Erpel bleiben die Namen Jakob Schopp, Fritz Feldens, Jupp Mies u.a.